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BARF Ratgeber - alles was man wissen muss...

Botulismus - oder: von der Angst Fleisch in der Verpackung aufzutauen...

Das Wichtigste zuerst:

Wenn Sie Ihr Hundefutter, also Frischfleischprodukte (Frostfutter, BARF) von einem Zugelassen und kontrollierten österreichischen Hersteller beziehen, der ausschließlich und nachweislich Fleisch von Tieren verarbeitet, deren Schlachtkörper von Amtsveterinären für den menschlichen Verzehr frei gegeben wurden, dann ist die Angst vor Botulismus völlig unbegründet!

 

Tierarzt Rainer Giebl zum Thema "Botulismus":


Die Kette der lückenlosen Kontrolle

Ausschließlich und nachweislich:

Jeder zugelassene Betrieb muss über jeden Kilo Fleisch, dass in seinen Betrieb angeliefert wird Aufzeichnungen führen und diese Archivieren.

Diese behördlich vorgegeben Formulare sind bei jeder Anlieferung detailliert ausgefüllt und von allen Unterzeichnet aufzubewahren.

Diese Aufzeichnungen werden im Zuge der regelmäßigen veterinärbehördlichen Kontrollen geprüft.

In diesen Papieren werden folgende Informationen verzeichnet:

1) Herkunft

2) Transporteur, Transportinformationen

3) Tierart

4) Beschreibung der Teile (z.B. Rindfleisch, Kronfleisch, Leber, Pferdefleisch, Pferdeknochen, etc.)

5) Das exakte Gewicht der angelieferten Ware.

6) Name des Lieferanten

7) Veterinärkontrollnummer des Lieferanten.

8) Adresse des Lieferanten

9) Tag der Anlieferung

10) Laufende Nummer der Anlieferung

Weiters ist in den zugehörigen Lieferscheinen die Transporttemperatur, die Herkunft des Fleisches (geboren, getestet, geschlachtet in...) vermerkt, sowie auf den zugehörigen Rechnungen folgende Informationen:

"Vorliegendes Fleisch stammt von tauglich befundenen Tiere und wurde gemäß den Bestimmungen der Frischfleisch-Hygiene-Verordnung gewonnen, bearbeitet, gelagert und transportiert!"

 

All diese Informationen werden in zugelassenen Betrieben verpflichtend archiviert.


Warum ist das wichtig?

All das dient der Lebensmittelsicherheit und wird von den Behörden kontrolliert.

Diese Aufzeichnungen garantieren eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes Kilos vom Konsumenten bis zum Bauern letztlich über die Ohrmarken der Tiere.

Sollte irgendwo in der Kette, also vom Bauern bis zum fertigen Produkt (im Handel) eine nicht den Auflagen entsprechende Probe gefunden werden, oder es irgendwo in dieser Kette zu einer aus Sicht der Behörde auch nur bedenklichen Situation kommen, wird die "Inverkehrbringung" solcher Waren und Produkte sofort unterbunden und die gesamte Kette lückenlos überprüft.

All das ist jedoch nur möglich, wenn die Produkte von zugelassenen und kontrollierten Betrieben stammen.

Denn dann existieren diese Aufzeichnungen, diese Kontrollen und das System der Lebensmittelsicherheit.

EIn Betrieb, der keine Zulassung hat, existiert also auch nicht und kann auch nicht kontrolliert werden und entzieht sich (ob bewusst, oder unbewusst) dieser Sicherheitskette.

Das beantwortet vielleicht auch die oft gestellte Frage, warum und woher wir wissen, ob unsere Produkte von Tieren stammen, die aus Massentierhaltung stammen, oder nicht.

Ja, wir wissen das sehr genau!

Unsere Produkte stammen ausschließlich aus österreichischem Fleisch und aus keiner Massentierhaltung!

Weiterführende Links: AMA Zentrale Rinderdatenbank: Zentrale Rinderdatenbank der AMA

Wem also auch die Nachhaltigkeit und der Tierschutz am Herzen liegt, der wählt HiNX!


Wie wird kontrolliert?

Bereits während der Aufzucht werden die Tiere regelmäßig beim Bauern durch den jeweils zuständigen Amtsveterinär in enger Zusammenarbeit mit den jeweilig behandelnden Tierärzten untersucht und kontrolliert.

Nicht nur der Gesundheitszustand, sondern auch die Haltungsbedingungen und die Einhaltung der Tierschutzstandards werden bereits beim Bauern überprüft.

All diese Informationen werden in einer Datenbank zum jeweiligen Tier gespeichert, dass jeweils eindeutig über die jeweilige Ohrmarke identifiziert werden kann.

Das gilt im übrigen auch weitgehend für Huhn, nur dass dort nicht über Ohrmarken erfasst wird, sondern über Schellen (in Österreich).

An dieser Stelle sei angemerkt, dass die österreichischen Haltungsbedingungen sogar für konventionell gehaltene Tiere, also nicht BIO Betriebe weit strenger sind, als es die Deutschen Behörden in der BRD verlangen. Das führt zu weit weniger Tieren pro m2 und somit zu höheren Kosten, aber auch einer weit besseren Qualität der Ware und auch zu einer weitaus besseren Lebensqualität der Zuchttiere.

Vor der Schlachtung werden die sämtliche Tiere abermals von dem für den jeweiligen Schlachthof zuständigen Amtsveterinär kontrolliert und erst vor Ort für die Schlachtung frei gegeben. Nicht taugliche, also kranke Tiere, treten einen österreichischen Schlachthof nicht und wenn, dann in einer gesonderten, speziell hierfür vorgesehenen Einrichtung.

Nach der Schlachtung wird das Fleisch abermals vom Amtsveterinär kontrolliert und "gestempelt". Der Stempel auf jedem Teil ist das "Dokument" am Produkt für die Freigabe zum menschlichen Verzehr durch die Behörde.

Zu jedem Fleischteil, ob verpackt, oder unverpackt, wird auf jedem österreichischen Schlachthof ein kleines Zusatzdokument erzeugt, dass auf jedem Teil angebracht wird. Es beinhaltet (z.B. bei Rindern) die Nummer der Ohrmarke, das Gurts- und Schlachtdatum des Tieres und die Information über Ort der Geburt, Mast und Schlachtung.

Werden diese Teile vom Schlachthof in einen zugelassenen Verarbeitungsbetrieb verbracht (geliefert) so werden in diesem Betrieb die eingangs erwähnten Unterlagen angefertigt und  aufbewahrt und durch die Behörden kontrolliert.

Im Ablieferungsbetrieb wird Ablieferungstemperatur, Qualität und Zustand der Ware kontrolliert. Dies durch Amtsveterinäre und durch verpflichtende Eigenkontrollen, die zusätzlich vom Betrieb gemacht werden müssen und von zugelassenen und zertifizierten Labors ausgewertet werden müssen.

Auch diese Unterlagen sind im Betrieb zu archivieren, sowie sämtliche Papiere und Verträge mit zertifizierten Entsorgungsunternehmen.

Wenn Ihnen also die Gesundheit und Sicherheit der Produkte wichtig ist, achten Sie auf die Zulassungsnummer (Veterinärkontrollnummer)!


Was ist Botulismus?

Lateinisch botulus = "Wurst"

Botulismus wird im Volksmund auch Fleischvergiftung, oder Wurstvergiftung genannt.

Es handelt sich dabei um eine ernsthaft und lebensbdrohliche Vergiftung die durch das vom Bakterium "Clostridium botulinum" erzeugte Toxin "Botulinumtoxin" verursacht wird.

Das Bakterium selbst entsteht aus Sporen, die sich erst später in ihrem Entwicklungsstadium unter geeigneten Bedingungen zu Bakterien entwickeln und erst nach längerer Zeit unter der Voraussetzung von dafür idealen Bedienungen das Toxin (Gift) Botulinumtoxin erzeugen.

Zusammengefasst:

  1. Zuerst müssen die Sporen vorhanden sein.
  2. Danach muss eine für die Entwicklung vom Stadium der Sporen zum Bakterium geeignete Umgebung herbeigeführt worden sein.
  3. Danach muss das Bakterium den Giftstoff Botolinumtoxin unter ebenso dafür geeigneten Bedingungen Produzieren (das dauert in der Regel bei unter Sauerstoff-freier Verpackung, denn die Vermehrung und Toxin Produktion verläuft anaerob (also unter Sauerstoffabschluss) bei Umgebungstemperaturen ab +8°C im schnellsten Fall 3 Tage.
  4. Ab dann startet die Inkubationszeit (Ausbruchszeit nach der Infektion) für die Erkrankung und das Auftreten von Symptomen.

In Österreich sind nach Rücksprache mit den Behörden bislang weder Fälle von Botulismus bei Schachttieren, noch bei Haustieren wie Katzen und Hunden bekannt.

Der von der AGES veröffentlichte Jahresbericht aus 2014 der Nationalen Referenzzentrale für Botulismus weist deshalb ausschließlich einen Fall von humanem Botulismus für 2014 aus, der bei einem acht Monate alten Säugling festgestellt werden konnte. Die Infektionsquelle konnte nicht festgestellt werden.

Eine Infektion durch Fleisch ist bei einem Säugling jedoch auszuschließen.

(Quelle: AGES, Nationale Referenzzentrale für Botulismus, Jahresbricht 2014: https://www.ages.at/download/0/0/98ab2268895bf21a2646364b24683e530fd22b06/fileadmin/AGES2015/Themen/Krankheitserreger_Dateien/Botulismus/Jahresbericht_NRZ_Botulismus_2014_27022015.pdf)

Botulismus wird - wie in wissenschaftlichen Quellen nachzulesen ist - ebenso häufig durch nicht fachgerecht eingekochtes Gemüse hervorgerufen, wie durch Fleisch.

 

Weitere Links: 

• Informationen zum Krankheitserreger "Colostridium botolinum" der AGES: https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/clostridium-botulinum/tab/1/%20 
 
• Studie zu Limitierenden Wachstumsparamtern für Colostridium botolinum in der Lebensmittelverarbeitung (wissenschaftlich anerkannter Fachverlag BEHR'S, Hamburg): http://www.behrs.de/media/catalog/product/5/9/599_lp.pdf
 

Die Gefahr von Botulismus in der Praxis

Halbwissen ist zwar sehr oft beindruckend, es trägt aber definitiv nicht zur Beruhigung, oder Einschätzungsmöglichkeit realer Bedrohungen und Gefahren bei.

"Legen Sie Sich nicht ins Bett! Die meisten Menschen sterben im Bett!"

Tatsache ist, dass die Gefahr, dass Ihr Hund oder Ihre Katz durch in der Verpackung aufgetautes Fleisch an Botulismus erkrankt gleich NULL ist.

Unter der Voraussetzung: Sie beziehen Ihr Futter von behördlich zugelassenen und kontrollierten Betrieben!

 


Vermehren kann sich nur etwas, was auch vorhanden ist!

Wie bereits eingangs erwähnt müssten Sporen im Fleisch bereits vorhanden sein um sich zu Bakterien zu bilden und dann Toxin zu erzeugen!

Sollten diese vorhanden sein, würden diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit entweder im Laufe der Aufzucht des Tieres durch den behandelnden Tierarzt, oder durch den zuständigen und kontrollierenden Amtsveterinär beim Viehzüchter (Bauern, Landwirt) entdeckt.

Übersehen diese beiden Kontrollinstanzen diese Sporen, oder etwaig bereits gebildeten Bakterien, müssten diese vom Amtsveterinär bei der Lebensbeschau vor der Schlachtung und Freigabe zur Schlachtung noch einmal übersehen werden.

Würden die Erreger nun hier tatsächlich ein drittes Mal unbemerkt die Kontrollen passieren, müssten sie bei der vierten Kontrolle, bei der Kontrolle und Freigabe des Schlachtkörpers durch den Amtsveterinär abermals übersehen werden.

Würde auch das passieren müsste das unabhängige Labor und das behördliche Laborbei bei der Auswertung de Bakteriologie diese Keime, Bakterien und Erreger und vor allem das bereits von den Bakterien produzierte Gift "Botulinumtoxin" gleich zweimal übersehen.

Nun müsste die !!! 7. !!! Kontrolle durch den Amtsveterinär beim verarbeitenden Betrieb auch noch versagen und das Unabhängige Labor in das die im Zuge der Eigenkontrollen eingeschickten Proben bakteriologisch untersucht werden ein !!! 8. !!! Mal.

Das ist eher unwahrscheinlich.

Sollte das dennoch der Fall sein, sagt uns die Bakteriologie, dass es - sollte sich das Bakterium bereits gebildet haben - das Bakterium unter Luftabschluss und bei einer Mindest-Umgebungstemperatur ab +8° mindestens 12 Stunden benötigt um überhaupt das gefährliche Gift Botulinumtoxin zu erzeugen!

Beschäftigt man sich nun mit Bakteriologie lernt man, dass die Temperaturkurve beim Auftauen entscheidend für Wachstum udn Vermehrung von Bakterienkulturen ist.

In aller Kürze bedeutet das: je schneller sie auftauen umso geringer die Bakterienvermehrung und Bildung!

Daher ist ein möglichst rasches Auftauen für die Qualität von essentieller Bedeutung!

Oder ein kontrolliertes Auftauen bei geringen Temperaturen.

 

Bis zu einer Temperatur von +10°C können Sie davon ausgehen, dass es zu so gut wie keiner Vermehrung von Bakterien kommt.

Bakterien "bilden" sich auch nicht sie sind entweder vorhanden, oder nicht und vermehren sich dann, oder auch nicht.

Es kann sich also nur vermehren, was vorhanden ist!

Im Übrigen ist Ihr Kühlschrank eine der größten Keimbrüter in Ihrem Haushalt, sofern sie diesen nicht wöchentlich vollständig reinigen und die potentiell Produktberührenden Oberflächen  mit z.B Alkohol desinfizieren. Aber wer tut das schon?

 

Verkürzt dargestellt:

Wenn Sie also z.B. unsere Produkte im Warmwasserbad in 15 Minuten von -18°C (Temperatur in Ihrem TK Fach, oder TK Schrank) auf eine Kerntemperatur von +15°C bringen bedeutet das, dass Sie nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Bakteriologie und der Botulismusforschung in der Lebensmittelproduktion noch ca. 11 Stunden und 45 Minuten Zeit haben, bevor - sofern ein Erreger überhaupt vorhanden ist - Botulinumtoxin erzogen kann.

 

Der Verdauungszyklus Ihrs Hundes beträgt in etwa 8 Stunden.

Wir hoffen mit diesen Informationen nun endgültig den von so vielen Ernährungsberatern für Haustiere verbreiteten Mythos "In der Verpackung Auftauen ist Gefährlich" endgültig entkräftet zu haben und würden uns sehr freuen, wenn sich doch der oder die eine oder andere Ernährungsberater(in) in all den Jahn fände, die oder der sich für die Tatsächlichen professionell und wissenschaftlich fundierten Herstellungsverfahren udn das mimt verbundene Fachwissen interessieren würde.

Wir stehen hier jederzeit gerne zur Verfügung!

Wir sind NICHT Privat-Zertifiziert, sondern behördlich zugelassen! Und wir werden behördlich kontrolliert!

All diese haltlosen Behauptungen verunsichern lediglich jeden Hunde- und Katzenhalter und es wäre eigentlich in der Verantwortung der Berater diese Sicherheit zu vermitteln, diese Wissen zu vermitteln und vor allem wäre dieses Wissen aus unserer Sicht eine wesentliche Grundlage für eine seriöse Beratung von Hunde- und Katzenhaltern.

Wer um die Rohware und deren Verarbeitung nicht Bescheid weiss, der sollte sich dieses Know-how dort besorgen, wo es behördlich vorgeschrieben vorhanden sein muss.

Das ist eine Einladung an alle, die dafür ernsthaftes Interesse zeigen und gerne sind wir auch bereit das in Form von Workshops in Zukunft anzubieten.

Vorausgesetzt es besteht ausreichend Interesse.

In diesem Sinne: Keine Angst, lassen Sie Sich nicht verunsichern und Fragen Sie den Schmid und nicht den Schmidl, wenn Sie verunsichert sind!

Internetforen und Facebook Gruppen sind (derzeit) ganz offenkundig keine qualitativ hochwertigen Informationsquellen.

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