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Die 10 häufigsten Fragen zum Thema "BARF" - hier finden Sie die Antworten

1) Was heisst B.A.R.F. überhaupt?

Hier gehen die Meinungen und Übersetzungen auseinander. Gemeint ist aber immer dasselbe: eine artgerechte und gesunde Ernährung für Haustiere. Im Englischen reichen die Erklärungen für das Akronym "BARF" von "Born-Again Raw Feeders" (was schon sehr viel Ideologie hinter der Frischfütterung vermuten lässt) über "Bones And Raw Food".

Die deutsche Variante übersetzt BARF mit "Biologisch Artgerechtes Rohes Futter". Die Meinungen zu dieser Fütterungsmethode gehen auseinander.

Für uns ist es weniger eine ideologische Frage als mehr eine Frage, die mit Ernährung generell zu tun hat: Woher kommt die Nahrung und was beinhaltet sie.

Unter diesem Aspekt haben wir uns selbst dazu entschlossen unseren Hund mit Futter zu versorgen, an das wir die gleichen Ansprüche stellen, wie an unsere eigene Ernährung, nämlich möglichst regionale Herkunft, beste Qualität und vor allem höchste Transparenz der Zusammensetzung.

Das alles kann aus unserer Sicht am einfachsten gewährleistet werden, wenn man frische Rohware (Fleisch, Knochen, Gemüse und Obst) so "naturbelassen wie möglich" verarbeitet, also keinerlei Konservierungsmittel, Zusatzstoffe oder ähnliches dem Futter hinzufügt.

Aus diesem Grund verarbeiten wir österreichische Frischware, portionieren sie und frieren sie tief.

Ob Sie als unser Kunde, oder besser Ihr Hund, es nun vorziehen, unsere Produkte roh zu konsumieren, oder diese zu überbrühen, oder zu kochen, entscheidet letztlich der "Endverbraucher" - nämlich Ihr Liebling.

Nachdem wir davon ausgehen, dass jeder Hundebesitzer seine Tiere liebt und diese Familienmitglieder sind, versuchen wir Sie lediglich zu unterstützen und niemals zu "belehren".

Deshalb freuen wir uns über Kunden die "Hardliner" der BARF-Fütterung sind, genauso wie über jeden, der von Trockenfütterung überzeugt ist und unsere Kauartikel schätzt.

 


2) Wie stellt man seinen Hund auf die neue Ernährung (BARF) um?

Die Nahrungsumstellung kann völlig übergangslos erfolgen. Letztlich ist es jedoch eine sehr individuelle Angelegenheit und SIe sollten unbedingt auf die Reaktion Ihres Hundes bei jeder Futterumstellung eingehen.

Das bedeutet, es ist bei manchen Hunden notwendig die Umstellung langsamer durchzuführen. Ein bis drei Fastentage vor der Umstellung und möglichst leichte Kost verabreichen. Dies wäre Obst und Gemüse gedämpft und püriert, helles Fleisch (Huhn, Truthan, Lamm) oder fettarmes Rindfleisch. In der ersten Umstellungsphase auch durchaus abgekocht zu reichen.

Zu Beginn können SIe diese Umstellung auch durch das Aufteilen der Tagesration auf mehrere kleine Portionen am Tag unterstützen.

Wenn Sie sich unsicher fühlen, konsultieren Sie Ihren Tierarzt. Er kennt Ihren Liebling und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.


3) Fertigfutter und Rohfutter: niemals mischen!

Mischen Sie niemals Rohfutter und Industriefutter in einer Mahlzeit! Die unterschiedlichen Verdauungszeiten von Industrie-Fertigfutter (braucht längere Verdaungszeiten) und Rohfutter können zu Verstopfungen, Blähungen und anderen Verdauungsstörungen des Hundes führen. Im schlimmsten Fall sind auch Magendrehungen nicht ausgeschlossen.

Auch wenn Sie Angst vor etwaigen Mangelerscheinungen haben, sollten Sie besser die hierfür erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel verwenden, als Futterarten zu mischen. Hunde ab und an mit z.B. Trockenfutter zu füttern, ist aus unserer Sicht probemlos möglich. Vor allem, wenn man mit Hunden auf Reisen und unterwegs ist, ist Trockenfutter oft unausweichlich.

Wenn Sie jedoch dennoch Fertigfutter und Rohfutter regelmäßig parallel verabreichen wollen, so empfiehlt es sich dies auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen (morgens Fertigfutter und abends roh).

Generell würden wir zu einer so regelmäßigen Kombination nicht raten.

Es gilt jedoch immer: wenn Sie unsicher in diesen Entscheidungen sind, fragen Sie unbedingt immer Ihren Tierarzt!

 


4) Kann man auch Welpen mit Rohfutter füttern?

Natürlich!

Es gibt ausreichende Hundezüchter die dies tun. Viele von ihnen berichten von langsameren und gleichmäßigerem Wachstum der Hunde, das für Gelenke und Knochenbau schonender ist.

Und wie und ab wann das geht, erklärt Tierarzt Rainer Giebl in diesem Video.

 

 


5) Futterumstellung bei älteren Hunden

Prinzipiell ist die Futterumstellung auch bei älteren Hunden möglich. Auch hier gilt dieses Vorhaben langsamer in Angriff zu nehmen und zu Beginn eher schonende Kost zu verabreichen. Helles oder besonders fettarmes Fleisch.

Die Fütterung sollte in kleinen Mengen erfolgen. Mit der Gabe von Knochen sollte man vor allem zu Beginn sehr "zurückhaltend" umgehen und vorerst weiche Knochen in kleinen Mengen (wie z.B. Lammknochen) verfüttern.

Das Beimischen von probiotischen Kulturen und Enzymen unterstützt die Verdauung Ihres Hundes und stärkt sein Immunsystem.

Wie überall gilt auch hier: Wenn Sie sich unsicher fühlen sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt!

 


6) Umstellung von chronisch kranken Hunden

Die Umstellung auf Rohfütterung kann bei chronisch kranken Hunden zu merkbaren Verbesserungen führen.

In solchen Fällen ist eine Umstellung ohne die Unterstützung und Beratschlagung Ihres Tierarztes jedoch NICHT anzuraten.

Der Vorteil einer Umstellung auf Rohfütterung bei chronisch kranken Hunden (in Begleitung durch tierärztliche Unterstützung) ist die Möglichkeit, bei der Futterzusammenstellung ganz individuell auf die Bedürfnisse Ihres Hundes eingehen zu können.

Oftmals kann eine solche Umstellung auf Rohfütterung - vorausgesetzt Ihr Tierarzt unterstützt Sie dabei - eine hervorragende und vor allem kostengünstigere Alternative zu teurem Spezial- und Diätfutter darstellen.

 


7) Ist BARF teurer als Fertigfutter?

Es ist ein weit verbreitete Glaube, Rohfütterung wäre kostenintensiver als die Fütterung mit Fertigfutter.

Das ist falsch.

Das Gegenteil ist der Fall, sofern man nicht "Äpfel mit Birnen" vergleicht.

Vergleicht man die Kosten von Rohfutter mit denen hochwertiger Fertigfutter-Varianten, so stellt man fest, dass die Rohfütterung durchaus kostengünstiger ist.

Ein Vergleich mit billigem Fertigfutter anzustellen ist jedoch ebenso unnütz wie sinnlos. Bei einem oftmals ausgewiesenen Fleischanteil in diesen Fertigfutterprodukten von nicht mehr als 4% erklärt es sich - wie ich meine - von selbst, wie 1,5 Kilogramm EUR 0,90 kosten können.

Berücksichtigt man hierbei die Kosten für Verpackungen, Handelsspannen, Transportkosten, Werbung und Marketing und Gewinne der Unternehmen wird sehr rasch klar, wie hochwertig der Inhalt dieser Produkte wohl sein könnte.

 


9) Wie schafft man es, Ausgwogenheit in JEDE Mahlzeit zu bekommen?

Gar nicht!

Denn es ist auch nicht notwendig! 

Hunde benötigen nicht alle Nährstoffe im gleichen Verhältnis in jeder Mahlzeit.

(Wir Menschen im übrigen auch nicht).

Wie auch bei unserer eigenen Ernährung gilt es auf die Ausgewogenehit in einem gewissen Zeitraum zu achten. Jeder, der Kinder hat, weiss dies auch.

Auch die Ernährung Ihres Kindes ist nicht in jeder Mahlzeit ausgewogen - wie auch.

Beim Hund geht es um einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen in dem eine ausgewogene Ernährung gewährleistet sein sollte.

Vergleich: 

Wenn Sie selbst auf Reisen sind, mit Ihren Kindern auf Urlaub, oder die Kinder mal 14 Tage bei Omi und Opi sind, passiert es oft, dass die Ernährung für diesen Zeitraum sehr einseitig wird.

Sei es, weil Kinder in diesen "Ausnahmesituationen" anderes "dürfen" und man selbst toleranter ist, oder sei es, weil es die Situation nicht anders zulässt, oder, wie im Falle eines Kulinarik-Urlaubs von zwei Erwchsenen, je nach Region, übermäßig viel Fisch, Fleisch oder anderes gegessen wird und vielleicht auch mal mehr Wein getrunken, als zu Hause.

Und nicht anders verhält es sich bei Ihrem Hund.

 


10) Futtermengen und Zusammensetzung

Wichtig für die Zusammenstellung der Hundemahlzeit ist die Berücksichtigung von Alter des Hundes, Körpergewicht, Rasse, Aktivitäten, die Sie mit Ihrem Hund setzen, Jahreszeit und Klima.

Das klingt nun komplizierter als es ist.

Die "Faustregel" lautet:

• 2% bis 3% des Körpergewichtes Ihre Hundes an Gesamtfuttermenge pro Tag
• davon ca. 70% bis 80% tierischer Anteil (Fleisch)
• 10% Gemüse
• 10% Kohlehydrate (Reis, FLocken, Nudeln, etc.
 
Wer kohlehydratfrei füttern möchte, kann statt 10% Gemüse und 10% Kohlhydrate 20% Obst & Gemüsemischung dem Futter beimengen, wobei sich diese Mischung in einem Verhältnis von 70:30 also 70% Gemüse und 30% Obst zusammensetzen sollte.
 
 
 

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