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HiNXi Pedia - Das Lexikon für Hunde- und Katzenfreunde

Was heisst "BARF" eigentlich?

Woher kommt das Wort "BARF"?

Zuerst ist es wesentlich festzustellen, dass "BARF" kein klar definierter oder wissenschaftlich eingegrenzter Begriff ist.

BARF als "Begriff" wurde von der Kanadierin Debbie Tripp verwendet. Sie bezeichnete damit eine Gruppe von Hundehaltern, die einen bestimmten Ansatz der Hundeernährung verfolgten und diese Fütterunsgmethode, also das Futtermittel (Frischfleisch) an sich.

BARF ist ein Akronym und setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Worte Born Again Raw Feeders zusammen.

Sie bezeichnete damit all jene, die sich bei der Futterzusammenstellung ihrer Hunde an den Fressgewohnheiten von Wildhunden und Wölfen orientierten.

Mit dieser Begrifflichkeit sollte auch der idiologische Aspekt dieser Ernährungsart verdeutlicht werden.

In weiterer Folge wurde dieses Akronym unterschiedlich interpretiert und wandelte sich von Born Again Raw Reeders in Bones And Raw Food und später durch den australischen Tierarzt Ian Billinghurst (durch die Veröffentlichung seines Buches "Give Your Dog A Bone" im Jahre 1993) in Biologically Appopriate Raw Food was in weiterer Folge wiederum mit den Worten Biologisch Artgerechtes Rohes Futter ins deutsche übersetzt wurde.

BARF - egal welcher ursprünglichen Wortfolge man nun folgen möchte - ist also weder ein klar und eindeutig definierter Begriff, noch eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die detailliert jemals beschrieben worden wäre.

 


Weil es wichtig ist zu wissen, dass BARF kein eindeutiger Begriff ist.

Was bedeutet nun BARF inhaltlich?

BARF ist also eine relativ "freie" und allgemeine Bezeichnung dafür, etwas zu tun, was der Mensch in Ermangelung von Produkten der modernen Futtermittelindustrie die letzten 20.000 Jahre erledigt hat um seinen Hund zu ernähren.

Vor ca. 60 Jahren begann die Futtermittelindustrie den Markt der Haustiere für sich zu entdecken und den großen Boom von Dosenfutter oder Fertigfutter für Hunde konnte man in den späten 60er Jahren des letzten Jahrhunderts und in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts verzeichnen.

Die Bequemlichkeit dieser Produkte und die einfache  Verfügbarkeit in jedem Lebensmittel-Nahversorgungsgeschäft ließen Fertigfutter für Hunde einen Siegeszug antreten, der bis heute in nahezu unglaublichen Verkaufszahlen mündet.

Wenn man so will, dann bedeutet BARF nichts anderes, als Hunde und Katzen damit zu füttern, was sie auch ohne menschliches Zutun zu sich nehmen würden, nämlich Beutetiere, oder Teile davon.


Alles eine Frage des Marketings. Der, oder die Erste, der BARF "erklärt" wird damit für die Zukunft in Verbindung gebracht. Aber ist das was man "erklärt" dann auch tatsächlich BARF?

Die Entwicklung von BARF im deutschsprachigen Raum

BARF als "Mode" begann in den letzten 7 Jahren die Aufmerksamkeit der Allgemeinheit zu erregen. Nicht zuletzt durch eine Dame, die diesen "Begriff" in Deutschland prägte und als sicherlich erste und bislang einzige Person ein entsprechendes Marketing dafür betrieb.

Sie und mittlerweile andere private Einrichtungen "zertifizieren" nunmehr so genannte "Ernährungsberater" für Haustiere.

Durch Internet und soziale Medien hat sich eine regelrechte "BARF Ideologie" entwickelt, die manchmal fast religiösen, oder sektenhaften Charakter entwickelt.

Vom "einzig wahren BARF" ist zu lesen, vom "einzigen richtigen BARF" oder auch - und hier erinnert die Kommunikation sehr stark an die der katholischen Kirche im Mittelalter - "Wenn Du diesen Regeln nicht folgst, dann wird Dein Hund an Mangelerscheinungen elendiglich zugrunde gehen! Nicht heute, nicht morgen, aber in einigen Jahren!"

Und wer will schon in die BARF-Hölle kommen, weil er seinen Hund, seinen Liebling, ein Familienmitglied fahrlässig in die tod- und leibdringende Krankheit getrieben hat?

Wohl keiner.

Wir kennen diese Art der Kommunikation "Angst-Marketing", da sie keiner einzigen wissenschaftlichen Überprüfung stand hält, aber das Geschäft mit komplizierten Ernährungsplänen, Tabellen, teuren Nahrungsergänzungsmitteln florieren lässt.

Diese Entwicklung schadet dem Thema leider heute mehr, als es ihm nutzt.

Über Internetkurse oder sonstige "Schnellsiedeausbildungen" werden heute vom Installateur bis zur Bürokauffrau Personen zu Beratern "umgeschult", die dann besorgten Hundehaltern kompetent "zur Seite" stehen sollen.

Auch diese Personen sind "Opfer" dieser Entwicklung, da mit deren Hoffnung gespielt wird, über diese Beratungstätigkeiten ein Einkommen erwirtschaften zu können, von dem es sich leben lässt.

Für "Schulung", "Prüfung" und "Zertifikat" werden nicht unerhebliche Summen bezahlt.

Tatsache aber ist, dass solche "Zertifikate" immer nur so viel Wert sind, wie der potentielle "Kunde" bereit ist, dafür zu bezahlen. Oder auch: Des Kaisers neue Kleider.

Warum drücken wir das in dieser Klarheit und für manche auch vielleicht "Brutalität" aus?

Weil wir täglich mit besorgten Hundehaltern zu tun haben, die Firschfleischfüttern wollen, aber bereits dermaßen verängstigt und verunsichert sind, dass sie von einer Futterumstellung, zu der sie sich aus freien Stücken und ganz ohne Zutun von Beratern entschlossen haben, wieder Abstand nehmen.

Wir halten es schlicht weg für unmoralisch und unverantwortlich, Menschen zu verängstigen oder mit haltlosen negativen Zukunftsprognosen für die Gesundheit ihrer Lieblinge zu konfrontieren, die nichts anderes suchen, als einen Rat, wie sie eine Ernährung zu der sie sich entschlossen haben einfach umsetzen können.

Tatsache ist, dass Hundeernährung definitiv einfacher und unkomplizierter ist, als es uns diese Herrschaften glauben machen wollen.

Deshalb ist unsere "Beratung" die keine Ernährungsberatung sondern eine Futterberatung ist, kostenlos.

Von uns bekommen Sie keine Tabellen, keine absurden Futterpläne die ohnehin nicht umsetzbar sind, ausser sie haben sonst nichts mehr zu tun.

Wir verteufeln aber auch niemanden, der sich an solche Pläne hält oder dafür viel Geld ausgegeben hat. Im Gegenteil. Wenn Sie sich damit wohler fühlen - dem Hund schadet es nicht, brauchen tut er es aber auch nicht.


Aus diesem Grund haben wir das HiNXen entwickelt

Eigentlich nicht wir, sondern die Natur. Der Hund selbst, und die Futtertiere mit dazu.

HiNXen ist vernünftige Frischfleischfütterung. Ohne Angst, ohne Ideologie, ohne sinnlosen Aufwand, den wir nicht einmal für uns selbst oder unser Kinder treiben würden!

Deshalb beraten wir Sie gerne, wie Sie Ihren Liebling einfach HiNXen können. 

Wenn Sie nach komplizierten BARF Anleitungen suchen, verweisen wir Sie gerne an die Gruppe derer, die wir oben beschrieben haben und deren Geschäft diese Art von Beratung ist.


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